Wer nicht testet, erntet Chaos

Mit ihrer Expertise für operatives Test & Defect Management ist die SIRIUS Consulting & Training AG derzeit insbesondere in S/4HANA-Projekten gefragt

Bei SIRIUS arbeiten einige der bundesweit erfahrensten Spezialistinnen und Spezialisten für den SAP Solution Manager. Über zu wenig Arbeit können sie sich derzeit nicht beschweren, denn das Tool wird regelmäßig für Testzwecke im Zuge von S/4HANA-Migrationen eingesetzt. So werden die SIRIUS-Consultants in vielen Transition-Projekten vom durchführenden Partner engagiert, um während der S/4HANA-Umstellung ein sauberes Test- und Defect Management aufzusetzen. Ohne dies nämlich ist eine erfolgreiche Umstellung schlichtweg unmöglich.

Bevor ein neues S/4HANA-System im Produktivbetrieb seine volle Wirkung entfalten kann, stehen erst einmal umfangreiche Tests an. Sie sind weit mehr als eine lästige Nebentätigkeit, die halt „auch noch erledigt werden muss“. Nicht wenige SAP-Umstellungen sind schon an zu laxen Tests empfindlich ausgebremst worden, wenn nicht gar gescheitert. Eines ist sicher: Finden im Rahmen S/4HANA-Umstellung keine engmaschigen Tests statt, endet das ganze Vorhaben im Chaos.

Um es nicht soweit kommen zu lassen, ziehen Consulting-Unternehmen verschiedenster Couleur gern die SIRIUS Consulting & Training AG heran. Für eng abgezirkelte Test- und Defect-Management ebenso für breiter angelegte Projekte mit Focused Build.

Ein Defekt ist eine Unvollkommenheit in einer Projektkomponente, die nicht den Anforderungen bzw. Spezifikationen entsprechen und daher repariert oder ersetzt werden müssen. Beim Testen der Projektkomponenten werden Defekte in der Regel entdeckt. Eine Defektkorrektur wäre dann ein „Change Document“, in welchem Transporte angelegt werden können, um die Korrekturen in den betreffenden Systemen vorzunehmen. Mitunter können Defekte auch durch den IT-Support behoben werden, z. B. durch eine Stammdatenkorrektur.

SIRIUS ITSM Consultant Katharina Krause

„Testen erfordert klare Strategie und Konzeption. Ohne ein stringentes Ressourcen- und Zeitmanagement funktioniert es nicht.“

– Katharina Krause, Consultant, SIRIUS Consulting & Training AG

Stringentes Ressourcen- und Zeitmanagement

Testen erfordert klare Strategie und Konzeption. Ohne ein stringentes Ressourcen- und Zeitmanagement funktioniert es nicht, denn vom Testmanagement werden regelmäßig alle Unternehmensbereiche tangiert. Wie will man vorgehen, was soll getestet werden und in welcher Reihenfolge? Wer sind die Stakeholder und wie soll die Kommunikation ablaufen? Sind Koordinatoren von den Fachbereichen zwischengeschaltet, so dass die Tester*innen einen Single Point of Contact haben? Alle involvierten Personen gilt es abzuholen und sicherzustellen, dass jede zum verabredeten Zeitpunkt verfügbar ist.

Wichtig ist ferner eine enge Abstimmung mit der Entwicklungsabteilung (beim Kunden/SAP), damit man weiß, was zum Testen freigegeben ist. Und dann die Frage: Welches Test-Tool soll verwendet werden? Mit solch vorbereitenden Maßnahmen können Unternehmen im Vorhinein die Weichen für ein erfolgreiches Testmanagement stellen. Dieses Big Picture gilt es dann später, während der Durchführung, im Auge zu behalten, damit alles nach Plan abläuft.

Ping Pong, bis alles passt

SIRIUS setzt beim Testen stark auf Tool-Unterstützung und kennt sich gut aus mit den entsprechenden Werkzeugen sowie deren Zusammenspiel untereinander: Test Suite für die Testausführung, Defect Management im ITSM-Bereich, Web UI u.a. In der Test Suite des Solution Managers öffnet man die Testfälle, spielt sie durch und meldet zurück, ob alles erfolgreich funktioniert hat. Im negativen Falle wird direkt am Testfall ein Defect gemeldet, der unmittelbar an das Ticketsystem des Solution Managers geht. Jedes Defect-Ticket wird den Consultants zugewiesen. Sie ergänzen dann bei der Entwicklung des Systems beispielsweise noch fehlende Felder o. ä. Nach Fixen des Fehlers geht es in den Re-Test.

So durchexerziert hat SIRIUS dies jüngst bei einem produzierenden Unternehmen und übernahm dort den reinen Part des Testmanagements im Kontext eines größeren Migrationsprojektes, durchgeführt von einem der Big-Four-Beratungshäuser. Hier arbeiteten wir mehr oder weniger abgekapselt am Testmanagement, vor- und nachgelagerte Schritte der Migration blieben außen vor.

Einsatz von Focused Build

Bei einem anderen Kunden, einem Hersteller von Greifsystemen und Spanntechnik, hat SIRIUS im Auftrag des dort tätigen S/4-Partners den Solution Manager aufgebaut, um mit Focused Build zu arbeiten. Dies ist eine der drei Komponenten der Focused Solutions für SAP – vorkonfigurierten und automatisierten Lösungen zum Einsatz mit dem Solution Manager. In Focused Build sieht man, wie Prozesse aufgebaut sind und wie das Testmanagement in die Entwicklung übergeben wird. SIRIUS führte hier zunächst einen Import von Best-Practice-SAP-Prozessen durch. Diese wurden anschließend von den SAP-Modulberatern funktional auf unternehmensindividuelle Anforderungen angepasst, Work Packages konnten zusammengelegt werden.

Das Unternehmen in diesem Fall hatte eine komplette S/4HANA Neueinführung vor sich, SAP gab es bislang nicht. So galt es zunächst, Projekte anzulegen, Prozesse zu definieren (Was muss entwickelt werden, was fehlt noch?) etc. Das Themenspektrum ging damit weit über das reine Test- und Defect Management hinaus.

Testen ist Teamarbeit

Für das Testen ist SIRIUS nicht allein zuständig, vielmehr ist Teamarbeit gefragt. In beiden Projekten setzten sich die Testgruppen aus Kontakten vom Kunden, Lead-Partner sowie SIRIUS zusammen. Ohne eine enge Zusammenarbeit geht es nicht, denn 500 Testfälle selbst zu schreiben, ist für die Testfachleute allein kaum durchführbar. Deshalb braucht es Unterstützung vom Kunden, der diese bereitstellt. SIRIUS fügt sie dann in die Tools ein. Erst wenn schlussendlich alle Ampeln auf Grün stehen, ist das S/4HANA-System reif für den Produktivbetrieb – alle Tests bestanden, die Arbeit mit dem neuen SAP-System kann beginnen!

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